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Von der MAV der Erzdiözese Bamberg - Juli 2008

Tag der Pastoralreferenten und Pastoralassistenten

Das Betriebsfest der PA/PR führte dieses Jahr nach Nürnberg auf das  Reichsparteitagsgelände. Roland Zitzmann, Rel. i. K., führte mehr als 30 interessierte Kolleginnen  und Kollegen auf dem Gelände und  erkärte sehr kenntnisreich und detailsicher die religiöse Dimension des Nationalsozialismus. Auf zwei Stunden fasste er sein Programm zusammen, das normalerweise 4 Stunden dauert.  Angefangen von der SS-Kaserne, die  tempelartige  Strukturen aufweist bis hin zum "Goldenen Saal" im  Zeppelinfeld beeindruckt die riesige Anlage, die eigens dazu geschaffen  war, an einem Tag im Jahr  dem "Führer" zu huldigen, auch heute  noch.

Bild PR

 

Nachlese "Begehung des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes"

vom 21. Sept. 2010

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Wie bereits 2009 hat uns Roland  Zitzmann auch an diesem Abend perfekt rund um das Thema  "Reichsparteitaggelände" mit  speziellem Augenmerk auf die  SS-Kaserne informiert. Nach vielen interessanten Einblicken in das  Gebäude sind wir noch mit Taschenlampe und Vollmondlicht in der  Kongresshalle gewesen.

Der  Abend klang mit kurzweiligen Gespräch im ehm. "Wanner" aus und wir haben vereinbart, dass wir die Serie der "Zitzmann -Vorträge" 2011 fortsetzen müssen.  Eine längere Wanderung mit Wanderschuhen und Picknickkorb wurde  angedacht, um die Dimensionen des Geländes an den eigenen Füssen zu  erfahren. 

Ein grosses DANKE an Roland Zitzmann! Wir kommen wieder!

Mit lionsfreundlichen Grüssen aus Erlangen,

Thomas Ketterer

1. Vizepräsident

LionsClub Nürnberg-Metropolregion

Vertreten durch Reiner Hertlein, Präsident

Bericht im BR-Fernsehen 2013

Dieser Link führt Sie zum Bericht

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/stationen/stationen-magazin/zitzmann-100.html

 

Roland Zitzmann Vom Neonazi zum Theologen

Roland Zitzmann war als Jugendlicher Mitglied der rechten Szene in Nürnberg.  Heute ist er Theologe und setzt sich gegen Rechtsradikalismus ein. Auf  diesem  Weg spielte das  Reichsparteitagsgelände in Nürnberg eine zentrale Rolle.

Von: Hans Hinterberger Stand: 24.04.2013

Es war diese monumentale Architektur, diese beeindruckende Größe der  Bauten am Reichsparteitagsgelände. Schon als Junge stand Roland Zitzmann während der  Spaziergänge mit seinem Vater tief  beeindruckt vor der steingewordenen Nazipropaganda. Die gewaltige  "Kongresshalle", die endlose "große Strasse", die "Zeppelintribüne" -  das alles  sah er mit Staunen. Seine Überlegung damals: Wer solche Bauten geschaffen hat, der muss etwas ganz  Besonderes gewesen sein.

Viel Feind, viel Ehr!

So rutschte Zitzmann Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger in die  rechtsradikale Szene. Die sah damals in NÜrnberg noch ganz anders aus  als heute. Auf  Heimat- und Kameradschaftsabenden  wurden Eiserne Kreuze und andere NS-Devotionalien bestaunt, aus "Mein  Kampf" gelesen und den Erzählungen ewig gestriger Kriegsveteranen  "Viel Feind, viel  Ehr!" gelauscht. Doch das war nur  die eine Seite des jungen Roland Zitzmann.

Leben in der Parallelwelt

Kameramann Volker Adam beim Dreh am Reichsparteitagsgelände in Nürrnberg

Die andere Seite des Roland Zitzmann lebte in einer Parallelwelt. In  Familie, Gemeinde und Freundeskreis trat er als gläubiger katholischer  Pfadfinder auf.  Oft beschäftigte ihn der Widerspruch zwischen christlicher Nächstenliebe und dem nationalsozialistischen  Gedankengut vom "Recht des Stärkeren". Doch es sollte einige Zeit  dauern, bis er den Absprung  aus der Szene schaffte. Erst als  1982 der Neonazi Helmut Oxner in der Nürnberger Königstrasse wild um  sich feuerte und dabei drei Menschen tötete, wurde Zitzmann klar, dass  er auf einem falschen Weg war, den er  schnellstmöglich verlassen musste.

Religion und Propaganda

Zitzmann studierte Theologie und arbeitet inzwischen als Religionslehrer an  einem Nürnberger Gymnasium. Doch das Reichsparteitagsgelände lässt ihn  nach wie  vor nicht los. Über sein  Theologiestudium hat er nun jedoch einen völlig anderen Zugang zu den  Steinbauten. Seine These heute: Die Nazis hätten damals gezielt  versucht, Elemente der verbreiteten Volksfrömmigkeit  und Religiosität mehr oder weniger  unterschwellig in ihre Reichsparteitagspropaganda zu integrieren. Wie er das mit Beispielen belegen kann, zeigt er heute Schulklassen oder  interessierten Gruppen bei Führungen  über das Gelände. Oder bei uns im  stationen.MAGAZIN ...

 

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